Morbus Bechterew verstehen
Ist Morbus Bechterew gefährlich? Verlauf, Lebenserwartung und Zukunft
Die Diagnose Morbus Bechterew löst bei vielen Menschen zunächst Sorgen aus. Wird es immer schlimmer? Werde ich irgendwann unbeweglich? Kann ich noch normal arbeiten und alt werden?
Diese Fragen sind verständlich. Gleichzeitig gibt es darauf keine einfachen Antworten. Denn Morbus Bechterew verläuft nicht bei jedem Menschen gleich.
7 Min. Lesezeit | medizinisch geprüft
Viele Menschen stellen sich direkt nach der Diagnose das Schlimmste vor. Bilder von stark gekrümmten Wirbelsäulen oder vollständiger Versteifung sorgen zusätzlich für Verunsicherung.
Die Realität ist jedoch oft deutlich vielfältiger.
Wichtig zu wissen
Eine Diagnose sagt etwas über eine Erkrankung aus, aber nicht darüber, wie dein persönlicher Weg in den nächsten Jahren aussehen wird.
Ist Morbus Bechterew gefährlich?
Morbus Bechterew ist in der Regel keine lebensbedrohliche Erkrankung.
Die Beschwerden können jedoch die Lebensqualität erheblich beeinflussen. Schmerzen, Steifigkeit und Bewegungseinschränkungen können den Alltag erschweren und bei manchen Menschen zu stärkeren Einschränkungen führen.
Wie ausgeprägt diese Veränderungen sind, lässt sich jedoch nicht pauschal vorhersagen.
Wie hoch ist die Lebenserwartung?
Viele Menschen mit Morbus Bechterew haben eine normale Lebenserwartung.
Die Diagnose bedeutet deshalb nicht automatisch, dass sich die Lebenserwartung verkürzt.
Wichtiger als eine allgemeine Statistik ist jedoch die Erkenntnis, dass jeder Mensch anders mit der Erkrankung lebt und unterschiedliche Verläufe erlebt.
Wird Morbus Bechterew immer schlimmer?
Diese Frage beschäftigt viele Betroffene besonders.
Die ehrliche Antwort lautet:
Nicht zwangsläufig.
Einige Menschen erleben über viele Jahre vergleichsweise stabile Beschwerden. Andere berichten von Phasen mit stärkeren Schmerzen oder zunehmenden Einschränkungen. Viele Betroffene beschreiben außerdem sogenannte Schübe. Dabei wechseln sich Zeiten mit stärkeren Beschwerden und ruhigere Phasen häufig ab.
Deshalb gibt es keinen festen Verlauf, der bei jedem Menschen gleich abläuft.
Muss jeder Mensch mit einer Versteifung rechnen?
Die Diagnose von Morbus Bechterew besteht selten aus einem einzigen Test. Vielmehr setzen Ärzte verschiedene Informationen zusammen.
Dazu gehören:
- die Krankengeschichte
- die Art der Beschwerden
- körperliche Untersuchungen
- Blutwerte
- bildgebende Verfahren wie MRT oder Röntgen
Gerade moderne MRT-Untersuchungen können helfen, Entzündungen bereits in frühen Stadien sichtbar zu machen. Trotzdem bleibt die Diagnose oft schwierig. Zum einen ähneln die Beschwerden vielen anderen Rückenproblemen. Zum anderen entwickelt sich die Erkrankung häufig langsam.
Deshalb berichten viele Betroffene von einer langen Zeit zwischen den ersten Beschwerden und der endgültigen Diagnose. Für manche ist die Diagnose zunächst beunruhigend. Für andere bedeutet sie vor allem Erleichterung. Endlich gibt es einen Namen für die Beschwerden. Endlich ergibt manches einen Zusammenhang.
Gibt es Grund zur Hoffnung?
Ja. Auch wenn Morbus Bechterew eine chronische Erkrankung ist, bedeutet die Diagnose nicht automatisch den Verlust von Lebensqualität oder Selbstständigkeit.
Viele Betroffene finden mit der Zeit ihren eigenen Umgang mit der Erkrankung. Manche setzen auf Bewegung und Physiotherapie. Andere beschäftigen sich zusätzlich mit Ernährung oder mit den Voraussetzungen, unter denen der Körper Gewebe erhalten und erneuern kann.
Für viele Menschen beginnt mit der Diagnose deshalb nicht das Ende aller Möglichkeiten, sondern zunächst der Versuch, den eigenen Körper besser zu verstehen.
Mehr dazu erfährst du im Artikel „Was passiert bei Morbus Bechterew im Körper?“
Warum sich viele Betroffene mit Regeneration beschäftigen
Früher oder später stellen sich viele Menschen nicht nur die Frage, was Morbus Bechterew ist, sondern auch, welche Faktoren langfristig Einfluss auf Beweglichkeit und Lebensqualität haben können.
Deshalb beschäftigen sich viele Betroffene im Laufe der Zeit mit Themen wie:
- Ernährung,
- Bewegung,
- Gewebeerneuerung,
- Regeneration und
- den unterschiedlichen Erklärungsansätzen rund um die Erkrankung.
Mehr dazu im Artikel „Kann Ernährung die Regeneration des Körpers beeinflussen?“
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FAQ
Häufige Fragen zu Morbus Bechterew
Ist Morbus Bechterew lebensgefährlich?
In den meisten Fällen nicht. Die Erkrankung kann jedoch die Lebensqualität und Beweglichkeit beeinflussen.
Wird jeder Mensch mit Morbus Bechterew steif?
Nein. Die Verläufe unterscheiden sich deutlich von Mensch zu Mensch.
Ist die Lebenserwartung bei Morbus Bechterew verkürzt?
Viele Betroffene haben eine normale Lebenserwartung.
Wird Morbus Bechterew zwangsläufig immer schlimmer?
Nein. Manche Menschen erleben stabile Verläufe, andere stärkere Veränderungen. Es gibt keinen einheitlichen Verlauf.
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