Ist Morbus Bechterew gefährlich? Verlauf, Lebenserwartung und Zukunft
Die Diagnose Morbus Bechterew löst bei vielen Menschen zunächst Sorgen aus. Wird es immer schlimmer? Werde ich irgendwann unbeweglich? Kann ich noch normal arbeiten und alt werden?
Diese Fragen sind verständlich. Gleichzeitig gibt es darauf keine einfachen Antworten. Denn Morbus Bechterew verläuft nicht bei jedem Menschen gleich.
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Viele Menschen stellen sich direkt nach der Diagnose das Schlimmste vor. Bilder von stark gekrümmten Wirbelsäulen oder vollständiger Versteifung sorgen zusätzlich für Verunsicherung.
Die Realität ist jedoch oft deutlich vielfältiger.
Wichtig zu wissen
Eine Diagnose sagt etwas über eine Erkrankung aus, aber nicht darüber, wie dein persönlicher Weg in den nächsten Jahren aussehen wird.
Ist Morbus Bechterew gefährlich?
Morbus Bechterew ist in der Regel keine unmittelbar lebensbedrohliche Erkrankung.
Dennoch kann die Erkrankung den Alltag erheblich beeinflussen. Bleiben Entzündungen über viele Jahre aktiv, können Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Veränderungen an der Wirbelsäule entstehen.
Wie stark die Erkrankung verläuft, ist jedoch sehr unterschiedlich. Viele Menschen können mit einer frühzeitigen Diagnose, regelmäßiger Bewegung und einer passenden Behandlung über viele Jahre ein aktives und selbstbestimmtes Leben führen.
Wie hoch ist die Lebenserwartung?
Morbus Bechterew bedeutet nicht automatisch eine deutlich verkürzte Lebenserwartung. Untersuchungen zeigen jedoch, dass bestimmte gesundheitliche Risiken, insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei Betroffenen häufiger auftreten können.
Dabei spielen neben der chronischen Entzündung auch klassische Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck oder erhöhte Blutfettwerte eine Rolle. Eine gute Behandlung der Erkrankung und die regelmäßige Kontrolle solcher Risikofaktoren sind deshalb wichtig.
Wird Morbus Bechterew immer schlimmer?
Diese Frage beschäftigt viele Betroffene besonders.
Die ehrliche Antwort lautet:
Nicht zwangsläufig.
Einige Menschen erleben über viele Jahre vergleichsweise stabile Beschwerden. Andere berichten von Phasen mit stärkeren Schmerzen oder zunehmenden Einschränkungen. Viele Betroffene beschreiben außerdem sogenannte Schübe. Dabei wechseln sich Phasen mit stärkeren Beschwerden und ruhigere Zeiten häufig ab.
Deshalb gibt es keinen festen Verlauf, der bei jedem Menschen gleich abläuft.
Muss jeder Mensch mit einer Versteifung rechnen?
Nein. Eine ausgeprägte Versteifung entwickelt sich längst nicht bei jedem Menschen mit Morbus Bechterew. Wie sich die Erkrankung entwickelt, hängt von vielen Faktoren ab und verläuft sehr unterschiedlich.
Moderne Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten tragen außerdem dazu bei, Entzündungen früher zu erkennen und ihre Auswirkungen möglichst gering zu halten. Viele Betroffene können ihre Beweglichkeit über viele Jahre gut erhalten.
Auch regelmäßige Bewegung und eine individuell passende Therapie spielen dabei eine wichtige Rolle.
Gibt es Grund zur Hoffnung?
Ja. Auch wenn Morbus Bechterew eine chronische Erkrankung ist, bedeutet die Diagnose nicht automatisch den Verlust von Lebensqualität oder Selbstständigkeit.
Viele Betroffene finden mit der Zeit ihren eigenen Umgang mit der Erkrankung. Manche setzen auf Bewegung und Physiotherapie als wichtigen Bestandteil ihres Alltags. Andere beschäftigen sich zusätzlich mit Ernährung oder mit den Voraussetzungen, unter denen der Körper Gewebe erhalten und erneuern kann.
Für viele Menschen beginnt mit der Diagnose deshalb nicht das Ende aller Möglichkeiten, sondern zunächst der Versuch, den eigenen Körper besser zu verstehen.
Mehr dazu erfährst du im Artikel „Was passiert bei Morbus Bechterew im Körper?“
Was kann ich selbst beeinflussen?
Viele Betroffene möchten nach der Diagnose wissen, was sie zusätzlich zu ihrer medizinischen Behandlung selbst tun können. Dabei spielen unter anderem Bewegung, der Umgang mit individuellen Beschwerden und ein insgesamt gesundheitsfördernder Lebensstil eine Rolle.
Auch Ernährung ist für viele ein Thema – nicht als Ersatz für eine Behandlung, sondern als Teil der Frage, wie der eigene Körper im Alltag bestmöglich unterstützt werden kann.
Mehr dazu im Artikel „Kann Ernährung die Regeneration des Körpers beeinflussen?“
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Rückenschmerzen, Morgensteifigkeit, Erschöpfung, aber auch Augenentzündungen und Darmbeschwerden. Ein vollständiger Überblick.
Tobias hat seinen eigenen Weg gefunden.
Als Betroffener wollte er nicht nur verstehen, was in seinem Körper passiert – er wollte etwas tun. Was aus dieser Suche entstanden ist, erfährst du hier.
FAQ
Häufige Fragen zu Morbus Bechterew
Ist Morbus Bechterew lebensgefährlich?
In den meisten Fällen nicht. Die Erkrankung kann jedoch die Lebensqualität und Beweglichkeit beeinflussen.
Wird jeder Mensch mit Morbus Bechterew steif?
Nein. Die Verläufe unterscheiden sich deutlich von Mensch zu Mensch.
Ist die Lebenserwartung bei Morbus Bechterew verkürzt?
Viele Betroffene haben eine normale Lebenserwartung.
Wird Morbus Bechterew zwangsläufig immer schlimmer?
Nein. Manche Menschen erleben stabile Verläufe, andere stärkere Veränderungen. Es gibt keinen einheitlichen Verlauf.
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